Haslangkreit

Noch heute sagen die Leute "Kreit" zu diesem Ort. Er ist zur Unterscheidung von anderen Kreit-Orten nach den Herren von Haslang benannt, die fast 500 Jahre Besitzer und Gerichtsherren des Ortes und des dortigen Schlosses waren. Das im Testament (11. Jahrhundert) des edlen Udalschalk, der zu den Gründern des Klosters Kühbach gehörte, vorkommenden "Cruti" dürfte Haslangkreit sein. Es liegt bis heute im Sprengel der Pfarrei Kühbach. Die Burg "Gereut" läßt sich erstmals 1285 fassen, als sie an Berchtold von Schneitbach kam. Vor 1329 scheint schon der erste Haslanger, der damalige herzogliche Vitztum in Oberbayern Rudolf von Haslang, zu Kreit gesessen sein. Diese Familie brachte viele bedeutende Beamte und Offiziere im Dienst der bayerischen Landesherren hervor. Im 17. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Wasserburg in ein barockes Schloss umgebaut und die Schlosskapelle St. Georg barock ausgestattet. Heute ist die Anlage in Privatbesitz. Östlich des Ortes steht am Weg die barocke Weiherkapelle, neu errichtet 1694. Die sogenannte Kreuzbergkapelle an der Flurgrenze zu Stockensau entstand 1992/93 zur Abwendung einer vorgesehenen Mülldeponie in diesem Raum.

 

Von 1818 bis 1978 war Haslangkreit der Sitz einer politischen Gemeinde, die auch die Orte Paar, Großhausen, Radersdorf, Oedmühle und Abtismühle umfasste. Die Gemeinde betreute das Jahrzehnt vor der Schulreform zwei Volkschulen, eine in Großhausen und eine in Paar.

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